Glut halten mit dem Werkstattofen

Die Herausforderung beim Werkstattofen: Glut zu halten, einfach gemacht!

Wer erneut das Holz im Werkstattofen anzünden muss, weil sich die Glut nicht erhalten ließ, reagiert momentan verärgert. Immerhin ist Aufheizen ein Aufwand von ein paar Minuten, der erneut getätigt werden muss. Wenn man sich allerdings beizeiten mit der Frage auseinandersetzt, wird in der Folge umso weniger damit konfrontiert werden. Bis auf ein paar Ausnahmefälle nämlich wird das der Vergangenheit angehören.

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Wer schon verschiedene Holzarten ausprobiert hat oder generell ein bisschen Ahnung hat, weiß von der wichtigsten Beschaffenheit, welche für die Heizleistung verantwortlich ist: die Dichte. Sie bestimmt jenen Zeitraum, der für die Erhaltung der Glut des jeweiligen Holzes steht. Grundsätzlich haben Nadelhölzer eine geringere Dichte als der Laubbaum. Als „Mercedes“ unter den Brennhölzern sind Buche, Birke und Eiche zu nennen – also Harthölzer. Zwar eignet sich für eine lange Brenndauer Kohle viel besser, wem es aber nur darum geht, starkes Absinken der Temperaturen etwa während der Nachstunden oder Abwesenheit zu verhindern, der kann mit einem möglichst langen Erhalt der Glut seinen Zweck erfüllen.

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Dazu legt man beizeiten noch kräftig Holz nach, aber verringert die Luftzufuhr. Einen durchgängigen Glutstock erhält man durch die Zugabe von Holz- oder Braunkohlebriketts. Man wird auch in den Morgenstunden noch ausreichendes Potenzial zum bloßen Nachlegen vorfinden und ein neuerliches Aufheizen wird unnötig. Natürlich wird Asche zu entleeren sein und man sollte sodann nachlegen, aber immerhin bei angenehmer Wärme.

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Auf diesem Weg blieb eine Grundwärme im Raum erhalten und doch wurde effizient vorgegangen. Vorsicht sei aber beim Entleeren der Asche angesagt: möglicherweise ist sie nicht ganz erkaltet. Ohnehin muss der Aschebehälter aus feuerfestem Material bestehen und darf nicht mit bloßen Händen ausgeleert werden. Ein ebenso feuerfester Handschuh im Bereich des Werkstattofens sollte stets griffbereit sein.

Effizient heizen, dass sollten Sie wissen!

Wichtig zu wissen ist auch die Effizienz beim eigenen Heizverhalten: Jedes bloße Grad an Raumtemperatur birgt eine Ersparnis von bis zu 7 Prozent. Mit richtiger Lüftung erzielt man außerdem sehr gute Effekte. Ob mit Fenster oder Türe, nur wenige Minuten aber bei vollständiger Öffnung, man trägt so zu maximaler Effizienz bei, während gekippte Fenster außer dem Verlust von Wärme kaum Wirkung erzielen. Außerdem sind verstopfte Abgasrohre und Innenteile des Werkstattofens Ursache für eine verringerte Heizleistung des Systems.

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Wenn man das Gerät definitiv ausschalten möchte, etwa bei nennenswerter Abwesenheit, ist der primäre Luftschieber zu schließen und Ausbrennen nötig. Während dessen braucht man freilich nicht mehr anwesend sein und kann Asche auch nach der Rückkehr entleeren. Glut halten mit dem Werkstattofen ist somit nicht wirklich ein Buch mit sieben Siegeln, man muss eben nur wissen wie es geht. Wir hoffen, dass wir Ihnen das mit diesem Artikel zeigen konnten.