Tipps & Tricks

Tipps und Tricks beim Heizen mit dem Werkstattofen

Manche Kleinigkeiten können die Freude am Werkstattofen beeinträchtigen, nämlich dann, wenn selbst die ausführlichste Bedienungsanleitung nichts oder nicht erkennbar zu Problemen hergibt. Wie vorzugehen ist, lehrt auf jeden Fall die Erfahrung. Die gängigsten Ursachen sind einfach zu handhaben und werden wie folgt aufgelistet:

Lagerung von Holz im Freien

Das urige Bildnis des Holzes entlang einer Hausmauer oder einem extra gewidmeten Plätzchen im Freien muss bei allen Vorteilen doch auch von der praktikablen Seite heraus betrachtet werden: Vor dem Einlegen sollte es zumindest einen Tag lang im Haus aufbewahrt werden. Kondenswasser dringt nur dann aus – passiert dies erst im Kamin selber, kommt es zu vermehrter Rauchbildung, brennt schlechter und vermindert die Wärmeleistung – ein kleiner Fehler, der leicht vermeidbar und doch schon manchem Anfänger passiert ist.

Lagerung von Holz_Werkstattofen_001


Welches Holz brennt am längsten?

Buche und Eiche sind qualitativ aber auch preislich die Spitzenreiter. Der Unterschied rechnet sich jedoch durch geringeren Verbrauch – inwieweit, hängt natürlich von den konkreten Alternativen ab. Etwas Experimentierfreudigkeit am Anfang macht sich gewiss bezahlt.

Auswahl von Holz Werkstattofen


Perfekte Bedingungen

Wird Holz zwei Jahre lang gelagert, was durchaus auch im Freien erfolgen kann, verbleibt im Durchschnitt das beste Ausmaß an Restfeuchte: mit 18 Prozent kann man von idealen Bedingungen ausgehen und diese sind nach genannter Lagerungsdauer vorhanden.


„Asche ausleeren nervt“

Wer einen Garten oder Pflanzen im Haushalt sein Eigen nennt, sollte sich der Eigenschaft als Dünger von Asche bewusst sein. Die gesamte Asche wird wohl kaum insofern zu verwerten sein, aber mit einer doppelschichtigen Einlage von Alufolie in den Aschebehälter erleichtet man den Arbeitsablauf ungemein. Außerdem bleibt der Behälter so dauerhaft viel sauberer – ähnlich wie bei der Verwendung im Backrohr.

Tipps und Tricks Werkstattofen Asche


Ruß am Sichtfenster

Die Entstehung von Ruß passiert nicht automatisch, es gänzlich und dauerhaft zu verhindern, ist nur möglich, wenn man sich mit den Ursachen etwas auseinandersetzt. Ruß entsteht durch Sauerstoffmangel im Schauraum oder Feuchte aufgrund insofern mangelhaften Brennholzes. Eine ordentliche Oxidation ist Grundlage für die Leistung des Werkstattofens. Abhilfe ist aber einfach: ausreichende Luftzufuhr ist die Antwort. Einfluss auf diese haben die Drosselklappe am Ofenrohr, die Frischluftklappe und natürlich ein geleerter Aschebehälter. Tipp: Es sollte zur Gewohnheit werden, das Holz eher hinten zu platzieren und nicht direkt an der Scheibe.

Ruß Sichtfenster Werkstattofen

Ein Backofenreiniger sollte in gewissen Abständen parat stehen, der freilich nur im abgekühlten Zustand aufzutragen ist. Ein Ceranfeld-Schaber für hartnäckige Verkrustungen, ein Glasreiniger und saubere Tücher halten auf diese Weise das Sichtfenster sauber und optisch angenehm.


Durchgängig heizen mit dem Werkstattofen?

Grundsätzlich ist ein Kaminofen durchgängig beheizbar, ohne dass in den Betrieb extra eine Abkühlphase zu integrieren wäre. Natürlich ist die jeweilige Brenndauer eines jeden Heizmittels begrenzt – womit eigentlich ein permanentes Nachlegen desselbigen erfolgen müsste, also auch nachts.

Werkstattofen Brikett

Die Verwendung von Braun- oder Holzkohlebriketts erlaubt aber einen wesentlich breiteren Spielraum der Nachlegeintervalle. Die Werkstattöfen für permanenten Betrieb müssen daher die Anforderungen einer sogenannten Dauerbrandfeuerstätte erfüllen, während der typische Kamin nach der Definition den Zeitbrandfeuerstätten zuzurechnen ist.


Genaue Definition zur Unterscheidung beim Einkauf

Eine Zeitbrandfeuerstätte verbürgt sich für die Brenndauer einer Stunde beim Einsatz von Braunkohle, allerdings nur drei Viertel dessen bei der Eingabe von Holzscheiten. Von diesen Werten darf man allerdings fix ausgehen. Eine Dauerbrandfeuerstätte muss 12 Stunden mit Kohlebriketts durchheizen können – das bedeutet eine lange, angenehme Nachtruhe ohne der Befürchtung, dass die Glut zur Gänze erlischt und früh morgens aufwändig neu einzuheizen ist. Auch verbleibt eine gewisse Wärme erhalten und dies ist ein wichtiger Zufriedenheitsfaktor für den Bewohner. Auch beim Tagesbetrieb muss Braunkohle in einer Dauerbrandfeuerstätte vier Stunden lang erhalten bleiben. Das Heizen ist ein ziemlich bequemer Job mit diesen Werkstattöfen: Einmal morgens, zweimal zwischendurch und vor der Nachtruhe – besser geht´s kaum.


Raumluftabhängigkeit contra Luftzufuhr

Ein weiterer Kosten- bzw. Planungsfaktor ist der mögliche Bedarf einer Luftzufuhr für den Werkstattofen. Dieses Ausstattungsmerkmal sollte dann erwogen werden, wenn der Raum oder die Fläche sehr gut gedämmt, aber kaum Frischluft vorhanden ist. Keinerlei Verbrennungsluft ist nötig, wenn raumluftunabhängige Geräte angeschafft werden, sie sind derart gut abgedichtet, dass keine Vermischung stattfindet. Ansonsten gibt es noch einige Alternativmöglichkeiten, wie Stutzen an der Rückseite, wo zum Beispiel ein teilweise und streng limitierter Luftaustausch stattfinden kann oder die Installation einer sogenannten Differenz-Drucküberwachung.

Werkstattofen Raumluft

Die Steuerung der Luftzufuhr kann übrigens nicht nur manuell erfolgen. Heutzutage lässt sich eine Automatik dafür sogar oft nachrüsten. Zu beachten ist dabei immer, dass die jeweiligen Brennstoffarten unterschiedlich viel Luft benötigen – ob automatisch oder manuell, diese Einstellung muss angepasst werden. Wichtig ist auch zu wissen, dass das Material der Verkleidung oft für Wärmeverlust sorgen kann: Alle typisch verwendeten Materialien haben eigene Vor- und Nachteile. Die anvisierten Geräte sollte man auch dahingehend analysieren und Abwägungen treffen.

Generell hängt der Aufwand für einen selber von der Planung ab: Passende Lagerung und Trageboxen, eventuell ein Spezialhandschuh, vielleicht optisch nette Behälter beim Gerät selber und man spürt kaum noch jene Umstände, die einen bei älteren Modellen oder schlechter Planung in die Verzweiflung treiben konnten.


Wir hoffen, dass Ihnen die hier aufgeführten Tipps & Tricks ein wenig den Alltag mit Ihrem Werkstattofen erleichtert haben. Sollten Sie auch einen hilfreichen Tipp oder Trick haben, welcher anderen Werkstattöfen-Besitzer den Umgang mit dem Ofen erleichtert, dann zögern Sie nicht unser Kontaktformular zu nutzen und uns diesen mitzuteilen!