Werkstattofen mit Kohle

Werkstattofen mit Kohle – ein Klassiker

Der typische Werkstattofen für Holz lässt sich zwar zumeist auch mit Kohle ergänzen, aber wer von den Vorteilen der Kohleprodukte überzeugt ist und noch vor der Anschaffung des Geräts steht, sollte sein Augenmerk auf die spezifischen Besonderheiten beim Werkstattofen mit Kohle legen.

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Die Vorteile überwiegen nicht nur, sondern stehen auch keinerlei Nachteilen gegenüber. Die Verwertung diverser Holzmaterialien ist für das richtige Anheizen immer vonnöten und die Flexibilität, Zeitersparnis und Komfort übertreffen den Werkstattofen, der ausschließlich auf Holzbetrieb eingerichtet ist, enorm. Zudem ist Kohle im Vergleich billiger, Einkauf zu üblichen Handelspreisen und die Heizleistung mit einbezogen, vorausgesetzt. Abgesehen davon wird man mit weniger Aufwand beim manuellen Nachlegen belohnt.

Lexikon für Neueinsteiger

  • Braunkohle-Briketts

Die Energiebündel im Vergleich zu Holz und anderen Kohlearten gewährleisten resterwärmte Räume am Morgen und ersparen somit das erneute Anheizen zu früher Stunde. Der Heizwert ist ein knappes Drittel höher als bei durchschnittlichem Holz und der Preis für die Kilowattstunde liegt bei rund zwei Drittel. Die zugrundgelegten Einkaufspreise für Braunkohle sind bei diesem Vergleich freilich nur als Mittelwert zu verstehen, zumal regionale Unterschiede vorhanden sind. Sie wird bei uns angebaut und der Absatz fördert die heimische Wirtschaft.

  • Steinkohle

Diese Art rußt etwas mehr, ist insgesamt vielleicht etwas „dreckiger“, aber mit Handschuhen und regelmäßigem Abwischen des Sichtfensters sollten diese Eigenschaften ausgeglichen werden. Steinkohle brennt bis zu einer doppelt so langen Zeitspanne wie die oben genannten Briketts. Angedacht werden sollte die Möglichkeit des Einkaufs etwa in Polen – wer sehr günstige Transportmöglichkeiten in Anspruch nehmen kann, ist klar im Vorteil.

Unterschiedliche Ofen-Ausführungen

Der Werkstattofen mit Kohle hat daher erhöhten Anforderungen Rechnung zu tragen: Er muss starke Hitze auf relativ lange Dauer hin betrachtet aushalten können. Darum stehen grundsätzlich zwei Ausführungen von Werkstattöfen mit Kohle zur Verfügung: Die Zeitbrandöfen und Dauerbrandöfen. Letztere bedeuten nicht, dass die Hitze von alleine „auf Dauer“ erhalten werden kann und Nachlegen vernachlässigt werden darf – der Unterschied bei ihnen ist, dass sie bei passender Luftzufuhr bestehende Glut länger halten können.

Werkstattofen Kohle (2)

Ob ein Gerät die Bezeichnung des Dauerbrandofens tragen darf, hängt rein von der Erfüllung technischer Vorgaben ab. Im Grunde hält der Dauerbrandofen seine Glut dann vier Stunden lang beim Betrieb mit Kohle. Beim Betrieb mit Holz darf man sich auf eineinhalb Stunden Brenndauer verlassen.

Andere Öfen können die Heizwerte von Kohle nicht so effizient nutzen. Als einziger Nachteil im Alltag kann die Verschmutzung bei Kohleprodukten betrachtet werden. Dieser einfach zu lösende Umstand wird aber gerne in Kauf genommen.

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